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Autobiographisches Schreiben

In Die Kolumne on 12. Mai 2007 at 6:25 am

In den letzten zwei Wochen habe ich zwei John-Irving-Romane hintereinander gelesen; „Garp und wie er die Welt sah“ und „Witwe für ein Jahr“. Ausgerechnet die beiden Irving-Romane mit Schriftstellern als Protagonisten. Natürlich kommt beim Lesen von „Autor-schreibt-über-Autor“-Romanen immer ein zusätzlicher Knobbelfaktor dazu – das unweigerliche Rätseln, ob der Verfasser gerade aus seinem eigenen Leben berichtet oder die Passage nur erfunden hat.

Noch verzwickter wird die Sache, da eben dieses auch in beiden Roman fortlaufend thematisiert wird; wieviel Autobiographisches findet man vom Autor in einem fiktionalen Text? Und dann ständig diese Romane im Roman. So schreibt der junge Garp zum Beispiel die Kurzgeschichte „Die Pension Grillparzer“, die doch eigentlich John Irving geschrieben hat, und auch lange vor dem Garp-Roman bereits veröffentlicht hatte.

Oder nehmen wir Marion Cole, die Verfechterin der Theorie, dass ein guter Roman nur auf Erfindung basieren darf und nicht auf Selbst-Erlebtem. Als sie in Amsterdam einen Vortrag zu diesem Thema hält, will sich ein Nachwuchsschriftsteller, der im Publikum sitzt und nur zum Schreiben von autobiographischen Texten fähig ist, gar verzweifelt das Leben nehmen. Dabei hat Miss Cole zu dem Zeitpunkt, als sie den Vortrag hält, bereits angefangen, einen neuen Roman, der auf Autobiographischem basiert, zu entwerfen!
Und die Meinungen über dieses Thema gehen in der Tat weit auseinander. Auch im echten Leben. So kam vor kurzem eine Frau auf mich zu und sagte mir, sie fände mein „Caffe della Vita“ besser als die Werke von Hermann Hesse.

»Wie kommen Sie denn darauf, dass mein Roman besser wäre als die Werke von Hesse?«, fragte ich iritiert – Hermann Hesse und ich, was für ein sonderbarer Vergleich!

»Nun, Hesse hat immer nur das geschrieben, was er selbst erlebt hat. Das ist keine Kunst, das ist keine richtige Literatur. Ihr Buch ist richtige Literatur.«

»Aha?!«

Zum Glück weiß diese Frau nicht, wieviel Autobiographisches ich in „Caffè della Vita“ habe einfließen lassen! Aber ich scheine es ja ganz gut versteckt zu haben.

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»Die Buchpräsentation« (Video)

In Der Videoblog on 12. April 2007 at 10:42 am

Palermitaner? Palermer? Palmer? Palme …

In Die Kolumne on 19. November 2006 at 8:41 am

Als ich vor einiger Zeit mein »Caffè della Vita« Manuskript von meiner Lektorin zurück bekommen habe, war ich doch etwas verwundert. Aus der Bezeichnung »Palermitaner«, die ich für Menschen aus Palermo gewählt habe, wurde kurzerhand »Palermer«. Palermer? Wie klingt das denn?!

Am Telefon erklärte mir meine Lektorin, dass sich der Begriff für Sie ja irgendwie auch falsch anfühle, im Duden stehe es nun Mal so. Ich darauf total verwundert, Palermitaner hatte ich schließlich aus einem bekannten Reiseführer übernommen.
Sie dann darauf, „ehrlich?“ und ich „na klar…“, dann Sie „ok, dann ruf ich mal beim Dudenverlag an!“.

Sie ruft also beim Dudenverlag an, die erklären natürlich erst mal, dass das schon so sein wird wenn es im Duden so steht. Trotzdem haben sie beide Varianten einfach mal bei Google als Suchbegriff eingegen und waren verwundert, dass Palermitaner 1.200 Suchergebnisse bringt, Palermer nur 769. Als nächsten also die Empfehlung die Lektorin solle doch in Italien bei einem Club in Italien lebender Deutscher anrufen – natürlich mit der Bitte danach mit neuen Erkenntnissen nochmals beim Dudenverlag zurück zurufen.

In Italien meinte man schließlich, man würde auch Palermitaner vorschlagen, ist schließlich auch viel näher am italienischen Original: Palermitani. Damit bleiben die Palermitaner in „Caffè della Vita“ also Palermitaner und der Dudenverlag will das Wort angeblich in einer der nächsten Redaktionssitzungen mal ansprechen…

»Der Buchtrailer« (Video)

In Neuigkeiten on 10. November 2006 at 2:02 pm

Der offizielle Trailer zum Roman »Caffè della Vita« ist ab sofort online: